Apotheken im Internet – Medikamente online bestellen

Die Gesundheitspolitik ist ein Bereich, in dem es stark organisierte Interessen gibt, die miteinander um Einfluss und Geld ringen. Ein Paradebeispiel dafür war der Kampf um die Zulassung von Online Apotheken. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung stand die in den Niederlanden ansässige EU-Versandapotheke DocMorris. Diese verkaufte verschreibungspflichtige Medikamente zu sehr günstigen Konditionen nach Deutschland. Das rief die Apothekenverbände auf den Plan, welche um Umsätze fürchteten. Sie gewannen im Dezember 2003 vor Gericht, der EU-Versandapotheke wurde die Lieferung verschreibungspflichtiger Arzneien nach Deutschland verboten.

Das war aber ein Phyrrussieg für die Filialapotheken, denn das politische Ringen war mittlerweile verloren. Der Gesetzgeber hatte beschlossen, die Aktivitäten von DocMorris und anderen Internethändlern explizit ab dem 01. Januar 2004 zu erlauben. Die Kunden können sich über zum Teil erhebliche Preisvorteile freuen. Mit Rabattaktionen, zum Beispiel mit einem DocMorris Gutschein, wird der Einkauf sogar noch leichter. Auch Krankenkassen begrüßten die Ausweitung des Wettbewerbs, da auch sie von günstigeren Konditionen profitieren.

Bei Online Apotheken können Verbraucher in mehrerer Hinsicht sparen. Arzneien, die sie selbst bezahlen müssen, erhalten sie in der Regel deutlich billiger als bei Filialapotheken. Letzte verkaufen sie meist in der Höhe der unverbindlichen Preisempfehlung der Pharmakonzerne. DocMorris dagegen gibt auf alle rezeptfreien Medikamente mindestens zwanzig Prozent Rabatt, auf einzelne Produkte gibt es sogar bis zu fünfzig Prozent Preisnachlass. Zusätzliches Einsparpotenzial kann bei der EU-Versandapotheke mit einem Gutschein realisiert werden. Den DocMorris Gutschein können die Kunden während des Bestellvorgangs einlösen. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten bringt ein Rabatt sowie ein DocMorris Gutschein dagegen nichts, da bei diesen die Patienten nur die Zuzahlung tragen müssen. Aber auch hier können Kunden sparen: Das niederländische Versandhaus trägt nämlich die Hälfte der gesetzlichen Zuzahlung und damit pro Medikament einen Betrag zwischen 2,50 und und 5 Euro. Bestellt jemand bei der EU-Versandapotheke also drei Medikamente mit der höchsten Zuzahlung, spart er 15 Euro. Andere Online Apotheken haben ähnliche Regelungen.

Die Bestellung rezeptpflichtiger Medikamente gestaltet sich einfach und sicher. Es genügt, das entsprechende Rezept an DocMorris zu senden. Wie bei anderen Online Apotheken werden mit der ersten Lieferung portofreie Umschläge zugesandt. Die Bestellung wird so schnell wie möglich abgewickelt. Schließlich sind die Paketdienste angehalten, solche Pakete aufgrund des sehr privaten Inhalts nur persönlich an die Besteller zu übergeben.

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